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Krankheitsbilder - Neurologie

Hirnhautentzündung (Meningitis)

Von einer Meningitis sprechen wir, wenn es zu einer Entzündung der weichen Hirn- und Rückenmarkshäute kommt. Unterschieden wird zwischen einer bakteriellen Meningitis und einer viralen Meningitis. Eine bakterielle Meningitis wird bei erwachsenen Menschen zumeist durch Meningokokken oder Pneumokokken, bei Patienten im Alter von über 50 Jahre, auch häufig vom Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst.

 

Besonders gefährlich ist die bakterielle Meningitis. Die virale Meningitis wird zumeist von Enteroviren (Coxsackie-Virus, ECHO-Viren), verschiedenen Herpesviren und anderen Virus-Arten ausgelöst. Sie ist im Verlauf weitaus milder als eine bakterielle Meningitis, kann aber durchaus auch einen schweren Verlauf nehmen. Im Anfangsstadium kann kaum zwischen der bakteriellen und viralen Meningitis unterschieden werden.

Bei Verdacht auf eine Meningitis sollte sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden. Dort kann man durch eine Lumbalpunktion / Liquorpunktion etwas Gehirnflüssigkeit im Bereich der LWS entehmen und untersuchen. Eine Meningitis ist in der Regel ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Bei einer Hirnhautentzündung umfassen die Leitsymptome

  • Hohes Fieber

  • Kopfschmerzen

  • Steifheit des Nackens

  • Scheue vor Licht und Geräuschempfindlichkeit

Dazu kommen im Verlauf

  • Benommenheit, Verwirrtheit, Reizbarkeit und

  • bei einer Meningokokken-Meningitis typische Verfärbungen auf der Haut.

In der neurologischen Ordination stellt auch hier die Nachsorge den Hauptteil des Behandlungsschwerpunktes dar.