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Krankheitsbilder - Neurologie

Chorea Huntington

Chorea Huntington = Chorea major = erblicher Veitstanz = Huntington's Disease (HD) ist eine fortschreitende neuropsychiatrische Erkrankung.

Die Krankheit verursacht einen langsamen Zelluntergang in speziellen Gehirngebieten, der in der Folge einen schleichenden Abbau körperlicher, geistiger und psychischer Funktionen bewirkt. Die ersten Symptome sind meist Persönlichkeitsänderungen, Depressionen und andere psychische Symptome. Danach kommt es zu unwillkürlichen, schnelle Bewegungen der Extremitäten, des Rumpfes und des Gesichts („Chorea”), in der Folge entwickeln sich dann Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Gehen. Die Krankheit wird autosomal dominant übertragen, d.h. dass statistisch gesehen jedes Kind eines Huntington Genträgers ein 50:50 Risiko trägt, die Krankheit vererbt zu bekommen. Die Krankheit bricht üblicherweise um das 40. Lebensjahr aus, kann aber auch wesentlich früher oder später die ersten Symptome zeigen.

Bisher existiert keine heilende Therapie der Chorea Huntington. Therapeutische Maßnahmen dienen einerseits der Linderung von Symptomen und andererseits der Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit. Elementarer Bestandteil der Therapie ist die Krankengymnastik, durch die der Patient eine höhere Sicherheit im Umgang mit den Überwegungen gewinnt. Eine logopädische Betreuung kann zur Beherrschung einer Sprechstörung hilfreich sein.

Medikamentös werden zur Hemmung der überschießenden Bewegungen Neuroleptika (z.B. Sulpirid) eingesetzt. Eine begleitende Psychotherapie sollte nach Möglichkeit immer mit in das Therapiekonzept eingebunden werden.