Krankheitsbilder - Neurologie

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einem plötzlich einsetzenden Ausfall bestimmter Gehirnregionen. Ursache dafür ist in vielen Fällen eine zunehmende Veränderung von Blutgefäßen (z. B. Arteriosklerose) im Gehirn. Wenn die Ausfallerscheinungen länger als einen Tag auftreten, liegt ein vollendeter Schlaganfall vor. In diesem Fall ist es bereits zu einer bleibenden Schädigung des Nervengewebes gekommen ist. Bestehen die beobachteten Ausfallerscheinungen nur vorübergehend, spricht man von einer transitorisch ischämischen Attacke (TIA).

Typisch für den Schlaganfall ist das plötzliche Auftreten von Ausfällen, wie z. B. einer Lähmung, einer Unsicherheit beim Gehen oder auch Seh- und Sprachstörungen. In solchen Fällen muss schnell gehandelt werden. Der Patient ist unverzüglich zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus zu bringen. Auf akute Schlaganfälle spezialisierte Zentren sind die so genannten „Stroke units".

Einen  Schwerpunkt im niedergelassenen Bereich stellt die Schlaganfallvorsorge dar, in der nach Risikofaktoren für eine Schlaganfall gesucht wird. Oft kann hier auch durch entsprechende prophylaktische Maßnahmen (Primärprophylaxe) das Risiko für einen Schlaganfall deutlich gesenkt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Weiterbetreuung von Patienten nach einem Schlaganfall (Schlaganfallnachsorge). Auch hier wird in regelmäßigen Verlaufskontrollen das Hauptaugenmerk auf die Risikofaktoren gelegt und diese kontinuierlich optimiert, um einen neuerlichen Schlaganfall bestmöglich zu vermeiden (Sekundärprophylaxe). Zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall zählen:

  • Hoher Blutdruck

  • Rauchen

  • Fettstoffwechselstörungen

  • Übergewicht und Bewegungsmangel

  • Zuckerkrankheit / Diabetes mellitus

  • Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)

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